„Inzidenzen, Lockdown, Aerosol, Inkubationszeit, social distances, Jens Spahn” – vor einem Jahr hätte kaum jemand damit etwas anfangen können - und heute gehören die Begriffe in diesem außergewöhnlichen Jahr zum alltäglichen Gebrauch. In Berlin holte man die Bazooka heraus und versprach einen kräftigen „Wumms“, während man sich hier vor Ort ungläubig die Augen rieb und dann rasch zu den Rettungsankern griff – allerdings nur im vergangenen Jahr. Nein, das HH-Jahr 2021 ist katastrophal. Zum letzten Mal für eine Weile können wir ihn über die Rücklagenentnahme ausgleichen, und künftige Investitionen müssen dann über Kredite finanziert werden, sofern sich hier nicht die Bundes- und Landeshilfen offen zeigen.
Während die Deutschlandkarte mit Inzidenzwerten im dreistelligen Bereich immer noch überwiegend in Warnrot strahlt, gibt es Gegenden mit Inzidenzzahlen von unter 50. Wie kann das sein?
Zwei Beispiele: Tübingen und Rostock. In Tübingen engagiert sich Lisa Federle seit Beginn der Pandemie für umfassende und frühzeitige Coronatests. Die als „Tübinger Modell“ bekannt gewordene Impfstrategie mit Arztmobil und kostenlosen Schnelltests für alle hat zu anhaltenden Inzidenzwerten von unter 50 geführt. Finanziert werden die Schnelltests mit Spenden und bezahlt die Ärztin teilweise aus ihrer eigenen Tasche. Für ihren Einsatz zur Pandemiebekämpfung wurde Lisa Federle 2020 mit dem Bundeverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Das ist schön für sie und hat sie auf jeden Fall verdient, noch besser wäre jedoch die bundesweite Einführung ihres Testkonzeptes.
Über ähnliche Erfolge berichtet Claus Ruhe Madsen, Bürgermeister in Rostock. Dort wurden Massenveranstaltungen frühzeitig abgesagt und großflächig getestet. In Mecklenburg-Vorpommern führte die geografische Lage und der dünn besiedelte Nordosten nicht automatisch zu geringen Inzidenzzahlen, wie von einigen behauptet. Denn Hotspots mit über 260 Infizierten innerhalb von 7 Tagen wurden in diesem Bundesland mit flächendeckendem Impfen bekämpft. Heute liegt die Zahl in Mecklenburg-Vorpommern wie in Tübingen unter 50.
ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Jahr geht zu Ende. Wir alle waren 2020 von den Folgen der Corona Pandemie betroffen und mussten auf persönliche Begegnungen verzichten. Homeschooling, R-Wert, Übersterblichkeit, mRNA, Corona-APP - 2020 haben wir vieles gelernt, auf das wir sicherlich gerne verzichtet hätten.
Die geplanten Veranstaltungen der SPD in Emmendingen konnten 2020 nicht wie geplant durchgeführt werden. Um aber auch in Zeiten der Pandemie zu informieren und euch auf dem Laufenden zu halten, haben wir mit Newlettern und einer Reihe mit dem Titel "Vorstandsmitglieder berichten" Videokonferenzen zu aktuellen und allgemeinen Themen durchgeführt. Sehr erfolgreich berichteteten wir über Möglichkeiten der Mediation und über die neuen Herausforderungen der Schulen durch die Digitalisierung.
Für eure Unterstützung und das Vertrauen im zu Ende gehenden Jahr danke ich euch im Namen des gesamten Vorstands ganz herzlich. Wir wünschen euch allen eine gesegnete Vorweihnachtszeit, ein frohes Fest und für das neue Jahr alles Gute. Und bleibt gesund und optimistisch!
Mit herzlichen Grüßen
Hanspeter Hauke
Vorsitzender SPD Emmendingen
Stephanie Schick ist Schulleiterin einer Gesamtschule und stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Emmendingen. Die promovierte Pädagogin berichtete in der Videokonferenz des SPD-Ortsvereins Emmendingen zum Thema „Digitalisierung – neue Herausforderungen für Schulen“ über ihre Erfahrungen mit Medien im Unterricht im Allgemeinen und zu Zeiten von Corona im Speziellen.
Am 9. November 2020 vor 82 Jahren fand in der Nacht vom 09. November auf den 10. November im Deutschen Reich die Reichspogromnacht statt. Das nationalsozialistische Regime setzte seine Erfüllungsgehilfen in Marsch, um gewalttätig gegen Juden in Deutschland und Österreich vor zu gehen. Deutsche in vielen Städten wurden aufgehetzt und ließen sich aufhetzen, Synagogen in Brand zu stecken und Schaufenster jüdischer Geschäfte einzuwerfen. Später deshalb auch zynisch Reichskristallnacht oder Kristallnacht genannt.
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