SPD Emmendingen

Oskar Kreuz gegen Atomkraft

Veröffentlicht am 13.03.2011 in Ortsverein

Foto: Klaus Fehrenbach

Liebe Atom- kraftgegnerinnen, liebe Atomkraftgegner, es gibt genügend Strom aus Erneuerbaren Energien. - Das ist durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen, angefangen vom Ökoinstitut 1979, einer Enquete-Kommission des Dt. Bundestages 1980, die Veröffentlichungen von Hermann Scheer bis in die jüngste Zeit u.v.a - Umstritten war in den theoretischen Untersuchungen, ab wann EE ausreichend zur Verfügung stehen.

- Das hat sich geändert: Denn in den vergangenen 10 Jahren hat sich in der Praxis gezeigt: Der Zubau an EE war mindestens so groß, dass der Wegfall der Atomkraftwerke - wie im Ausstiegsplan vorgesehen – mehr als ausgeglichen wird. - D.h. die Erneuerbaren-Energie-Gesetze haben gewirkt und waren und sind die richtigen Rahmenbedingungen. Wir können uns also nur wundern, von welchen Schlafmützen wir z.T. umgeben, von welchen Schlafmützen wir regiert werden. Die Repräsentanten von Schwarz-Gelb schwätzen von der Atomenergie als einer notwendigen Brückentechnologie. Würden sie ihr Gehirn mit Besinnung einsetzen, würden sie merken, dass unsere Industriegesellschaft die Atomkraftwerke nicht braucht und vor allem, dass sie keine Brücken- sondern eine Untergangstechnologie sind. Aber – wahrscheinlich sind diese Leute ja keine Schlafmützen sondern begünstigen bewusst die Atomkonzerne, begünstigen also, wenn wir an die Zunahme von Krebserkrankungen im Umfeld von Atomanlagen, die Zustände z.B. in Asse oder an die völlig ungelöste Entsorgungsfrage für Atommüll denken, verbrecherisches Handeln. Sie begünstigen Verbrechen an Menschen heute und Verbrechen an zukünftigen Generationen. Leider muss auch gesagt werden: Im Koalitionsvertrag von Rot.Grün 1998 war der kurzfristige Atomausstieg vereinbart. Da gab es natürlich Druck von der Atomindustrie und Schadensersatzdrohungen. Aber - hätte Kanzler Schröder dem Druck standgehalten und sich auf den Konflikt eingelassen – wir wären in Sachen Atomausstieg vielleicht schon viel weiter ! Der Ausstieg-aus-dem-Ausstieg-Beschluss, die Laufzeitverlängerung, also die Gefahrzeitverlängerung, behindern die weitere Entwicklung der EE, die Energiekonzepte vieler Stadtwerke. Es gab in den vergangenen Jahren und gibt genügend Menschen, die in die EE investieren, sich daran beteiligen wollen. Die Laufzeitverlängerung lenkt nun riesige Geldströme hin zum Großkapital, der Teufel scheisst wieder einmal auf den größten Haufen! Die Mehrheit in unserem Land will keine Atomenergie. Die Landtagswahl im März bietet die Chance, dass sich diese Mehrheit auch in Baden-Württemberg in eine Regierungs- und Gesetzgebungsmehrheit umsetzt – mit Signalwirkung auch bundesweit. Politische Wahlen sind nur alle paar Jahre, in der Energiefrage aber haben wir jederzeit die Wahl. Wir können den Stromanbieter wechseln. Wir, unsere Freunde, unsere Bekannten, unsere Verwandten. Die Laufzeitverlängerung nützt den Atomkonzernen nichts, wenn immer weniger Menschen Atomstrom kaufen! Stellt euch vor, die können die Laufzeit verlängern, aber keiner will deren Strom! Volksverdummend und dennoch ausreichend durchschaubar wird uns gesagt, die Großkonzerne sollen einen Teil ihrer Milliardengewinne in die EE investieren. Liebe Freundinnen und Freunde, genau das wollen wir natürlich nicht! Die EE haben völlig andere Prinzipien: - Sie sind dezentral, werden dort produziert, wo die Energie gebraucht wird, - Sie schaffen Arbeitsplätze, flächendeckend verteilt, - Das Kapital ist verteilt auf viele, ebenso die Entscheidung darüber und die Verantwortung, - Sie sind krisensicherer als jede andere Art der Energieproduktion, - Sie sind weitestgehend naturverträglich - Sie sind regional überschaubar und so nachprüfbar, kontrollierbar - Also: Bei den EE, so verstanden, finden wir die Elemente, die eine demokratisch und ökologisch orientierte Energieproduktion ausmachen. Als einer, der Strom aus Sonne und Wasserkraft erzeugt, sage ich aber auch: Wir müssen uns den besonderen ökologischen und auch gesellschaftlichen Anforderungen an die EE stellen. Bei allen Arten der EE müssen wir besonders sensibel darauf achten. Das gilt z.B. für Biogasanlagen, wenn sie flächendeckende Monokulturen zur Folge haben. Das gilt für Off-shore-Anlagen. Die meisten Kriterien der EE gelten da nicht. Das beginnt bei der Frage: Welches Kapital investiert da eigentlich? Am naturverträglichsten ist es, wenig Energie zu verbrauchen. Die EE sind zu schade zum Verschwenden. Mit Phantasie finden wir auch Möglichkeiten für Lebensfreude ohne Eisbahn. Wir stehen hier, weil uns die Atomkraftwerke bedrohen. Der Atomindustrie, ihren Aktionären und ihren abhängigen Politikern sagen wir: Euch wird die Lust an eurem gefährlichen Spiel noch vergehen! Unsere Zukunft ist uns ein Herzensanliegen. Mit uns müsst ihr rechnen! 31.01.2011, Oskar Kreuz

SPD newsletter

Hier bestellen

Unterstützen Sie unsere Arbeit

Wollen Sie unsere Arbeit unterstützen, treten Sie ein, spenden Sie oder sagen Sie uns Ihre Meinung.

Immer aktuell

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de

Wetter-Online

Counter

Besucher:470512
Heute:134
Online:1