SPD Emmendingen

Vorstoß für eine wirksame Alkoholpräventation - SPD-Fraktion fordert Befassung im Sozial- und Kulturausschuss

Veröffentlicht am 10.05.2010 in Fraktion

Lärmbelästigung, Abfallberge oder Vandalimus - auch in Emmendingen sind dies keine völlig unbekannten Erscheinungen. In der Großen Kreisstadt zeigen sich die Auswirkungen von Alkoholmissbrauch insbesondere durch Jugendlche zwar nicht in solch erschreckendem Ausmaß wie in Großstädten; dies darf die Verantwortlichen jedoch nicht davon abhalten, möglichen Auswüchsen rechtzeitig vorzubeugen. Zu diesem Fazit kamen Mitglieder der sozialdemokratischen Gemeinderatsfraktion bei einem Besuch der Emmendinger Suchtberatungsstelle in der Hebelstraße.

Im Unterschied zur landläufig geäußerten Meinung, dass Jugendliche doch auch früher schon getrunken hätten, sei heute ein verstärkter Trend zu Hochprozentigem zu beobachten, erklärte Joachim Blank vom baden-württembergischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation. Immerhin konsumierten etwa 6,5 Millionen Menschen in Deutschland Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen, wobei in der Altersgruppe von 12 bis 25 Jahren jeder siebte in riskanter Weise pro Woche mehr als 120 Gramm reinen Alkohol trinke.
Unterstützung bei der Ergreifung von vorbeugenden Maßnahmen biete eine „Lokale Alkoholpolitik“, die auf Lösungen vor Ort setze und dabei den Gemeinderat, die Verwaltung, Schulen, Vereine, Elterninitiativen sowie Gaststätten und die Polizei einbinde, so Blank. Begonnen werden solle mit der Beratung und Beschlussfassung im Gemeinderat, aus der sich dann in Zusammenarbeit mit der Suchtberatungsstelle ein „Runder Tisch“ mit Vertretern aller beteiligten Institutionen und Schlüsselpersonen entwickle. Diese erarbeiten einen Maßnahmenplan, wobei die Öffentlichkeit regelmäßig über die vorbeugenden Aktivitäten informiert werde. Ziel sei letztlich der maß- und genussvolle Umgang mit alkoholischen Getränken.
Die SPD-Gemeinderäte waren sich einig, dass dieses Thema im zuständigen Sozial- und Kulturausschuss behandelt werden sollte, und bedankten sich für die angebotene Unterstützung durch die örtliche Fachstelle.

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