Gewonnen haben alle, die sich am Wahl-Quiz der SPD Emmendingen zur Kommunalwahl 2019 beteiligt haben. Denn sie haben sich mit den politischen Gegebenheiten befasst und Gedanken gemacht, wie der künftige Gemeinderat in Emmendingen aussehen könnte. Am Wahlstand der SPD konnte die richtige Anzahl an SPD-Sitzen im neuen Stadtparlament getippt werden.
54.813 Stimmen oder 18,93% erhielt die SPD bei der Kommunalwahl 2019. Das sind 5 Sitze im neu gewählten Gremieum, 1 Sitz weniger als in der vergangenen Sitzungsperiode. Bei der Kommunalwahl 2014 erhielt die SPD in Emmendingen insgesamt 54.079 Stimmen oder 24,26%, die damals noch 6 Sitze im Emmendinger Gemeinderat bedeuteten. Der Grund hierfür dürfte an der höheren Wahlbeteiligung und darin liegen, dass mit der Liste Zukunft und der PARTEI zwei neue Gruppierungen Einzug in das Gremium gehalten haben.
Sehr positive Rückmeldungen gab es für die etwas andere Art des Wahlkapfes, wobei besonders immer wieder die event-lounge gelobt wurde, in welcher Gespräche mit Persönlichkeiten stattfanden. Aber auch die süßen Waffeln, Kindermal-Ecke, Glücksrad erfreuten sich großer Beliebtheit.
„Frauen trauen sich ja nicht mehr in den Wald und alleine joggen tun sie auch nicht mehr“, fasste ein Teilnehmer seine Empfindungen zusammen. Nicht verwunderlich nach den aufsehenerregenden Fällen in Freiburg und Endingen. „Und im Fernsehen werden nur noch Krimis mit den brutalsten Morden gezeigt“, ergänzte ein anderer. „Da wird einem Angst und Bange“.
Hanspeter Hauke als Moderator des Abends stellte diesen Empfindungen Zahlen gegenüber. „Laut Bundeskriminalamt sind die Straftaten in Deutschland von 6.372.526 im Jahr 2016 auf 5.761.984 im Jahr 2017 um 9,6% zurückgegangen“, so Hauke. „Und von den insgesamt 1.376.450 Tatverdächtigen waren 736.265 nichtdeutsch, und von diesen 300.680 Zuwanderer. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen ist laut BKA Statistik um 22,8% und der zugewanderten Tatverdächtigten um 40,7% zurückgegangen“. Für Emmendingen seien die Zahlen nach den Ausführungen von Revierleiter Hans-Joachim Meyer insgesamt ebenfalls positiv. Es könne ein Rückgang der Kriminalität bei gleichzeitig gestiegener Aufklärungsquote festgestellt werden, so Hauke weiter. Er berichtete, dass sich ältere Personen, die alleine leben am meisten bedroht fühlen würden, junge Männer zwischen 30 und 50 am wenigsten. Doch statistisch passiert jungen Männern am meisten, älteren Personen am wenigsten.
Das subjektiv empfundene Bedrohungsgefühl wurde in der Diskussion auf die große Beachtung von Verbrechen in den Medien zurückgeführt. Über die Morde in Freiburg und Endingen sei viele Wochen lang immer wieder groß in Presse und Fernsehen berichtet worden. Zuletzt auch über die Vergewaltigungen in der Hans-Bunte-Straße in Freiburg. „Da verliert man völlig aus den Augen, dass es sich hier im Prinzip um Einzelfälle handelt“, so ein Teilnehmer. Und Hauke berichtete aus seiner Zeit als Fernsehredakteur, dass Tiefgaragen in Filmen häufig als Orte von Verbrechen gewählt würden, weil diese überdacht und somit wetterunabhängig seien, es Stromanschluss gebe und der Boden für nahezu ruckelfreie Kamerafahrten ermögliche. Dadurch sei Angst und Verunsicherung entstanden, die dazu geführt hätten, dass diese gemieden würden, obwohl in Tiefgaragen tatsächlich nur sehr wenig passiert.
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