SPD Emmendingen

SPD-Ortsvorstand bei Fairkauf Emmendingen – dem sozialen Secondhand-Kaufhaus für alle

Veröffentlicht am 07.12.2014 in Ortsverein

SPD-Vorstand im Gespräch mit Patrick Krezdorn und Heinrich Rist von Fairkauf. Foto: E. Hauke

"Wir geben Menschen wieder Lebensmut indem wir ihnen eine Aufgabe geben. Bei uns werden sie gebraucht", sagt Patrick Krezdorn, Geschäftsführer von Fairkauf und 48° Süd. Das größte von insgesamt vier Kaufhäusern, in welchen gebrauchte Waren, professionell aufgehübscht, zu günstigen Preisen Künden angeboten werden, befindet sich  Am Elzdamm 45 in Emmendingen. Nicht nur Menschen mit geringem Einkommen, sondern alle können hier ein Schnäppchen machen. "Im Moment haben wir eine Küchenschwemme", sagt Heinrich Rist, Leiter der Kaufhäuser. "Damit und mit unserem übrigen Möbelangebot haben wir dem Landratsamt Wohnungen für Flüchtlinge eingerichtet. Und alle sind zufrieden."

Das Angebot richtet sich nach dem, was Leute Fairkauf anbieten, weil sie es zum Wegwerfen zu schade finden. Auf 3.300 qm Verkaufsfläche allein in Emmendingen Am Elzdamm stehen nach der Bearbeitung und Überprüfung Möbel, Küchenzeilen, Elektrogeräte, Kleidung, Haushaltswaren, Spielwaren und vieles mehr zum Verkauf. In Ferienwohnungen, Studentenbuden oder auf Campingplätzen sind die Schnäppchen dann noch lange in Gebrauch. Fairkauf macht Recycling zum sozialen Erfolgsmodell.

Denn beschäftigt werden von Fairkauf Langzeitarbeitslose, die von der Arbeitsagentur als nicht vermittelbar eingestuft werden. Menschen, denen das Leben oft übel mitgespielt hat, bekommen hier eine zweite Chance. Das erfordert ganz besondere Betreuung, für welche die diplomierte Sozialpädagogin Sabine Kakuie zuständig ist. Die intensive Betreuung bindet jedoch Manpower, Zeit und Geld, die nur mit Spenden und Förderung durch Land, Landkreis, Kommunen sowie die Stadt Emmendingen mit OB Schlatterer als Beiratsvorsitzender des Beschäftigungs- und Qualifizierungsbetriebes möglich ist.

Neben den Verkaufsläden In Emmendingen, Endingen und Herbolzheim bietet Fairkauf eine breite Palette an Dienstleistungen. Dienstleistungen, die manchmal den Argwohn der lokalen Betriebe hervorrufen. „Völlig zu Unrecht“, wie Patrick Krezdorn versichert. „Denn alles, was wir mit marktüblichen Preisen erwirtschaften, fließt wieder zu 100% in die Finanzierung sozialer Projekte.“ Ein „Wirtschaftskreislauf“, der mit den Förderungen 1 zu 1 aufgehen muss. Eine ständige Herausforderung, denn die Fördergelder werden nur für ganz bestimmte Projekte und für einen begrenzten Zeitraum bewilligt. Doch jeder kann von der KFZ-Werkstatt über Garten- und Landschaftspflege, Maler- und Lackierarbeiten eine Vielzahl an Angeboten nutzen und so einen Beitrag leisten, dass Menschen über 48° Süd wieder fit werden für den Arbeitsmarkt und eine Perspektive erhalten. 

Artikel: H. Hauke

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