SPD Emmendingen

Ernst Ulrich von Weizsäcker zu Compact Aufruf

Veröffentlicht am 23.11.2019 in Ortsverein

Ich bin schwer enttäuscht über Campacts Eingreifen in die SPD-interne Wahl der künftigen Parteispitze. Dazu Folgendes: bis August hatte die SPD den Plan, ein richtig ehrgeiziges (gleichwohl sozial akzeptables) Klimapaket zu machen. Dann kamen die Wahlen in Brandenburg und Sachsen. Schwere Flurschäden für Schwarz und Rot, und Triumph der AfD, der einzigen Partei, die polemisch gegen Klimaschutz auftrat. Da bekamen die Koalitionäre in Berlin kalte Füße: Wenn solche AfD-Prozentsätze auf Bundeseben kommen, ist Deutschland bald „unregierbar". Und so wurde das Klimapaket etwas in Watte gepackt. Dieses nun dem Kandidatenpaar Geywitz/Scholz in die Schuhe zu schieben, und das Paar Nowaro/Eskens hochzuloben (ohne jede Prüfung der Qualität dieser beiden) ist politisch idiotisch und ganz schlechter Stil!!

Ernst v. Weizsäcker, SPD Mitglied und Klimaschutzaktivist, Emmendingen

Compact hatte geschrieben:

Hallo,

GroKo oder Klimaschutz: Vor dieser Wahl steht Deutschland bis zum 29. November. Allerdings dürfen nur wenige abstimmen – die gut 400.000 Mitglieder der SPD. Bei der Stichwahl um den SPD-Vorsitz steht alles auf dem Spiel. Zwei Duos treten an. Olaf Scholz und Klara Geywitz stehen für die Große Koalition und eine entsprechend klägliche Klimapolitik. Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sehen die GroKo kritisch. Und nur wenn die GroKo abtritt, kann eine neue Regierung die Klima-Blockade auflösen.

Eine starke Klimapolitik ohne GroKo: Die Chance dafür ist einmalig, denn ein Großteil der SPD-Mitglieder ist unentschieden, welches Duo sie unterstützt. Im ersten Wahlgang ging mehr als die Hälfte der Stimmen an Kandidat*innen, die nun nicht mehr dabei sind.[1] Jetzt müssen wir die Basis der SPD nur noch erreichen – und wir wissen auch genau, wie. 

Überall im Land haben Campact-Unterstützer*innen Aktionen organisiert – direkt bei den Ortsvereinen der SPD. Von Lindau bis Rendsburg-Eckernförde: Die SPD kriegt vor ihrer Wahl am 29. November ordentlich Besuch. Bei ihren Stammtischen und Arbeitskreisen tauchen wir auf, reden mit den Mitgliedern. Wir machen ihnen klar, dass der Klimaschutz nur ohne GroKo vorankommt. Das sichtbarste Argument ist rot und mehrere Meter lang: Auf einem Banner stehen die mutigen Momente der SPD – als sie etwa für das Frauenwahlrecht oder die Friedenspolitik einstand. Auch jetzt muss sie wieder Mut beweisen. 

Egal, ob Sie eher selbst das Wort ergreifen wollen oder doch lieber erst einmal zuhören: Je mehr wir sind, desto stärker wirkt der Auftritt bei der Basis. Denn die SPD vor Ort hört auf die Menschen vor Ort. Auch in Ihrer Nähe gibt es eine Aktion. Melden Sie sich direkt an!

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