
Viele gute Ideen wurden beim Stammtisch diskutiert. Foto: H.Hauke

Mit Fragebogen und in Zusammenarbeit mit Stadt und Gemeinderat soll außerdem an einem Runden Tisch zur Seniorenarbeit Wünsche und Bedürfnisse erhoben und Verbesserungen auf den Weg gebracht werden. Marianne Wonnay, Kreis- und Gemeinderätin, seit 20 Jahren Vorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bunds Baden-Württemberg berichtet von einem in Riedlingen gut funktionierenden Modell einer „Bürgergenossenschaft“: sogenannte „Heinzelmenschen“ helfen älteren Mitbürgern bei Arbeiten, die sie nicht mehr leisten können, z.B. Rasenmähen, Leeren der Briefkästen bei Abwesenheit u.a. Dafür werden EUR 8,50 / Stunde bezhalt, man kann aber auch auf die Bezahlung verzichten und „Punkte“ ansammeln für Leistungen, die man dann später vielleicht selbst benötigt. Ein Projekt, das im neuen Gemeinderat auf den Weg gebracht werden könnte. Die Geräte in Wasser werden nicht nur von Älteren so gut angenommen, das sich bereits jetzt weiterer Bedarf abzeichnet. Warum nicht auch in der Innenstadt von Emmendingen, so wie in Peking an jeder Straßenecke solche Angebote stehen und auch rege intensiv werden? regt Eva Maria Hauke an, die für den Ortsverein die Anwesenden begrüßt hatte.
„Die Geschäfte sind inzwischen wesentlich seniorenfreundlicher“, so eine Teilnehmerin. „Doch bei Stadt und den Behörden ist noch Luft nach oben“. Hilfreich wäre auch eine Tauschbörse für ältere Menschen. Es gibt Flohmärkte für alles Mögliche und fast alle Adressatengruppen, nur nicht für die speziellen Bedürfnisse der Senioren, wurde bemängelt. Angeregt wurde auch das Aufstellen von mehr Bänken zum Ausruhen und Verweilen.
Der gut besuchte Themenstammtisch brachte nicht nur viele neue Anregungen, um die sich die künftige SPD-Gemeinderatsfraktion kümmern wird, sondern zeigte auch, dass der Dialog mit Bürgern sehr wohl funktionieren kann.
Artikel: H. Hauke
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