SPD Emmendingen

Dr. Dieter Wörner gegen Atomkraft

Veröffentlicht am 22.05.2011 in Ortsverein

Foto: Klaus Fehrenbach

Dieter Wörner, der umweltpolitische Sprecher des SPD-Ortsvereins Emmendingen, ging auf seiner Ansprache anläßlich der 24. Montagsdemonstration gegen die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke auf die Situation in Deutschland nach 6 Monaten des Protestes gegen die Atompolitik der Bundesregierung ein.

Nach Fukushima habe es einen doppelten Wandel gegeben. Die die Bundesregierung tragenden Parteien und ihre Vertreter seien zu Wendehälsen mutiert und hingen das Fähnchen nach dem Wind. Wenn bei Einzelnen diese Meinungsänderung ernst gemeint sei, werde man dies akzeptieren. Die BürgerInnen würden dies jedoch genau beobachten. Aber auch bei den Protestierenden wie hier in Emmendingen habe Fukushima die Ernsthaftigkeit der Atomgefahren noch mehr ins Licht gerückt. Es müsse jetzt die Forderung sein - das Gesetz zur Laufzeitverlängerung rückgängig zu machen - die abgeschalteten Raktoren für immer vom Netz zu nehmen - die restlichen deutschen Reaktoren bis spätesten 2017 (wie das Umweltbundesamt es vertritt) auch vom Netz zu nehmen und - den ernsthaften und verstärkten Einstieg in die Alternativen des Energiesparens, der Erneuerbaren und der Energieeffizienz sowie der umweltfreundlichen Mobilität umzusetzen. Wichtiger als das Ringen um ein halbes oder ein Jahr früher oder später im Ausstieg sei nach seiner Ansicht die Unumkehrbarkeit dieses Prozesses des Ausstiegs. Damit werde Deutschland zum Pionier und technologischen Spitzenreiter einer Industriegesellschaft ohne Atomkraft. Danach ging Dieter Wörner auf die Situation hier am Oberrhein aufgrund der Gefahren, die vom Atomkraftwerk Fessenheim ausgehen, ein. Er stellte den Atomschutzbund TRAS und seine Politik gegen dieses Kraftwerk mit juristischen und gerichtlichen Mitteln in Frankreich vor. Insgesamt müsse der Druck der Mehrheit der Bevölkerung gegen die Gefahren deutscher und grenznaher Atomkraftwerke weiterhin auf die Verantwortlichen in Deutschland und in Nachbarländern einwirken.

Artikel: H. Hauke

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