Sollte Vorbild sein für alle: KKW Kalkar ging nie ans Netz. Foto: H: Hauke
Was unter Sarkozy und einer konservativen Regierung nicht möglich war, hat nun der neue französische Präsident wahr gemacht: das AKW Fessenheim soll 2016 abgeschaltet werden.
Was unter Sarkozy und einer konservativen Regierung nicht möglich war, hat nun der neue französische Präsident wahr gemacht: das AKW Fessenheim soll 2016 abgeschaltet werden.
Möglich wurde dies durch das jahrelange Engagement von vielen Kommunalparlamenten am Oberrhein, dem Trinationalen Atomschutzverband TRAS mit fast 100 Mitgliedsgemeinden und -städten in den drei Ländern des Oberrheins, Gruppen, Gruppierungen, Institutionen und Parteien. Diesen allen gilt der besondere Dank der Bürgerinnen und Bürger. Der SPD-Ortsverein Emmendingen hat sich schon früh gegen die Nutzung der Kernernergie gegen CDU, CSU und FDP positioniert. Das SPD Engagement gegen den Ausstieg aus dem von der rot-grünen Bundesregierung auf dem Weg gebrachten Atomausstieg erhielt durch die Katastrophe von Fukushima Rückenwind und führte in Folge selbst bei den schwarz-gelben Atombefürwortern in Bund und Land zum Umdenken. Der SPD-Ortsverein Emmendingen organisierte lange vor Fukushima, nämlich seit September 2010, die Emmendinger „Montagsdemos gegen Laufzeitverlängerung“. Die parteiübergreifende Initiative fand breite Zustimmung. Außer der CDU sprachen Vertreter aller Parteien auf dem montäglichen Forum. So beispielsweise Dr. Nils Schmid (SPD) Nikolaus von Gayling (FDP), Alexander Schoch (Grüne), Vertreter der Kirchen wie Pfarrer Georg Metzger und Dekan Friedrich Geyer, Wissenschaftler wie Prof. Dr. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker, BUND-Geschäftsführer Axel Mayer und Mika Kumazaki, welche die Katastrophe in Fukushima erleben musste. Über 100 Rednerinnen und Redner aus Nah und Fern ergriffen allein in Emmendingen das Wort, um ihre Stimme gegen die Kernenergie zu erheben. Nun gilt es, diesen Beschluss unumkehrbar zu machen, das Kraftwerk Fessenheim so schnell wie möglich vom Netz zu nehmen und in einem weiteren Schritt alle grenznahen Kernkraftwerke in der Schweiz und Frankreich vom Netz zu nehmen.
Artikel: H. Hauke
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